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HO-Anlage

H0-Vereinsanlage Lausitzer Modelleisenbahn Verein

 

„Wie die Braunkohle eine Landschaft prägt“

 

 

Anlagenkurzbeschreibung:

 

  • M 1:87, 16,5 mm Spurweite, DR Epoche III/IV (etwa 1970)
  • 2-Leiter Gleichstrom analog, klassischer relaisgeschalteter Blockbetrieb
  • 2 Etagen
  • zweigleisige Hauptbahn, Bahnhof Heidebrück mit drei Durchgangs- und zwei Kopfbahnsteigen, zwei Bahnbetriebsstätten, Güterbehandlung, Industrieanlagen, BHG  und Postverteiler (Anlagenteile 4-7)
  • Anlagenschwerpunkte sind zwei Industrieanschlüsse und der Bahnhof
  • Vorbild für die landschaftliche Gestaltung ist unsere Heimatregion – die Niederlausitz
  • Dargestellt werden neben Bildern der Landschaft typische Objekte und Szenen, die mit dem Abbau und der Verarbeitung der Braunkohle in der Region direkt in Zusammenhang stehen: Originalnachbauten devastierter (entsiedelter und abgebaggerter) Ortsteile (hier Großräschen-Süd, ehemals der Ort Bückgen, Anlagenteile 11, 12, 13), Untertageförderung, typische Brikettfabrik, Kohlezubringergleis aus dem Tagebau mit E-Lok EL 2 (Anlagenteil 9) und der Überland-Transport eines Tagebaugroßgerätes vor der Querung der Bahntrasse (Anlagenteil 3)
  • die großzügig angelegte freie Strecke zeigt weiter Motive entlang der Strecke Senftenberg - Berlin (Fahrplanstrecke 211) und eine Maschinenfabrik über dem Anlagenniveau (Anlagenteil 1), die Fabrik verdeckt den 3-gleisigen Kehrtunnel
  • Anlage: Länge gestreckt ca. 25 m, mehr als 60 Weichen und rund 250 m Gleise
  • Größe: ca. 21 x 5,5 m, L-Form
  • Gleismaterial; ehemals Pilz, danach Tillig, 2,5 mm, alle Weichen umgebaut mit durchgehenden Weichenzungen und leitenden polarisierbaren Herzstücken, die 20 Jahre alten Tillig-Antriebe sind durchgängig durch Servoantriebe ersetzt
  • Automatischer Blockbetrieb mit 18 Blöcken, d.h., es können bis zu 20 Züge auf der Anlage verkehren (3 davon im Bahnhof abgestellt)
  • Die Bewegungen auf dem mit allen Anlagen und Weichen (inklusive der Schutzweichen) voll funktionsfähigen Bahnhof erfolgen unabhängig vom Blockbetrieb, Falschfahrten Rangierfahrten und Überholungen sind jederzeit auf den Durchgangsgleisen möglich
  • Auf dem Anlagenteil 13 ist eine funktionsfähige Abzweigstelle dargestellt, an der die Züge entweder unter der Autobahn (Anlagenteil 14) wenden oder in die „Kellerebene“ (von uns scherzhaft U-Bahn genannt) abzweigen
  • Dieser Schattenbahnhof erstreckt sich auf der gesamten Anlagenlänge unter allen Anlagenteilen (der Übersicht wegen nicht im Gleisbild dargestellt)
  • Viele typische Szenen der DDR sind zu sehen: Banner, Losungen, Bestentafel, Fahnen, Transparente. …
  • Fast die gesamte Anlagenlänge ist mit einer authentischen Fotokulisse versehen

 

  H0-Anlage

 

Segmentnummer

Größe in m

Szene

1

1,9 x 1,4

Maschinenfabrik und verdeckter Kehrtunnel

2

1,4 x 0,8

Auffahrt Fabrik und Bauernhof

3

 

Eckteil, Trassenquerung Schaufelradbagger

4a

je
1,6 x 1,25

Dampflok-BW, Bahnhofseinfahrt West

4, 5, 6

Bahnhof, Postverteiler, BHG (Bäuerliche Handelsgenossenschaft)

7

Diesel-BW, Tankstelle, Bahnhofseinfahrt Ost, Schrottplatz mit zu zerlegenden Dampfloks, Anschlussgleis Brikettfabrik, Straßenbrücke (Nachbau aus Neupetershain an der Strecke nach Cottbus)

8

1,2 x 0,8

Natur, Zufahrt Brikettfabrik

9

1,6 x 1,25

Brikettfabrik

10, 11, 12

1,2 x 0,8

Hp Großräschen-Süd

13

Abzweig Schattenbahnhof

14

1,9 x 1,4

Kehrschleife mit Autobahn und verdeckte Abfahrt unten

 

Mit den Teilen 1, 2, 4, 5 und 6 sowie danach 10-12 begann der Anlagenbau Anfang der 90er Jahre.

 

Gleissystem und Material:

 

Auf unserer Anlage kommt Tillig-Modellgleis (ehemals Pilz) 2,5 mm Profilhöhe zum Einsatz. Große Teile des Bahnhofsbereiches und der freien Strecke sind noch mit dem ursprünglichen Pilz-Profil (vor 1990) belegt.

Die Weichen von Pilz und Tillig haben wir umgerüstet. Die Herzstücke wurden zu diesem Zwecke entfernt und die geteilten Weichenzungen mit durchgängigem Schienenprofil ersetzt. Anstelle des alten Herzstückes wurde selbstklebende Kupferfolie auf das Schwellenband aufgebracht und das Profil nach entsprechender Bearbeitung eingelötet. Das Erscheinungsbild der Weichen ist somit dem Vorbild angepasst und wesentlich betriebssicherer.

Alle Weichen wurden nachträglich mit beleuchteten und drehbaren Weichenlaternen ausgerüstet. Realitätsnahe Seilzüge, Spannvorrichtungen, Kanäle und Abdeckungen vervollständigen das Bild.

Als Antrieb verwendeten wir bisher motorische Unterflurantriebe der Fa. Tillig. Nach 20 Jahren weitestgehend ausfallfreier Betriebszeit sind heute alle Antriebe durch Servos ersetzt. Gleichzeitig betreiben wir mit Servos alle Lokschuppentore, einzelne Signale und die beiden Schrankenanlagen am Haltepunkt Großräschen-Süd.

 

An rollendem Material kommen auf unserer Anlage fast ausschließlich Fahrzeuge der Deutschen Reichsbahn DR der Epochen III/IV zum Einsatz. Triebfahrzeuge aus der Produktion ehemaliger DDR-Hersteller, die auch heute noch mit Erfolg im Geschäft sind, wie Piko und Gützold, befinden sich ebenso im Einsatz, wie Fahrzeuge der Firmen Roco, Fleischmann, Kato, Lima, Brawa und Pmt. Dampfloks und Dieselmaschinen prägen das Bild. E-Loks werden nicht eingesetzt; außer im Kohlebetrieb (eine EL2 – Grubenkrokodil). Viele Maschinen sind Dampfgeneratoren versehen, so dass die Züge realitätsnah qualmend durch die Landschaft fahren.

Das Wagenmaterial stammt vor allem von Piko und Roco; aber auch Lima- und teilweise Märklin.

Die zusammengestellten Züge entsprechen den damaligen Erfordernissen (mit der Einschränkung der notwendigen Längenbegrenzungen). Lange Kohlenganzzüge dominieren, als Schüttgutzüge mit Braunkohle, mit offenen Güterwaggons mit Briketts oder mit Kohlenstaubwaggons. Es fahren aber auch Ganzzüge Container und Zement sowie kürzere Nahgüterzüge und schnelle Postdurchgangszüge mit Leig-Einheiten Daneben finden sich ein reger Personennahverkehr mit alten 4-teiligen, aber auch neuen 5-teiligen Doppelstock(glieder)zügen (im Schubbetrieb) sowie durchgehende Eil- und Schnellzüge. Auch der tatsächlich Ende der 60er Jahre auf der D-Zugverbindung Bautzen-Berlin durch Großräschen verkehrende VT 175 (ex Vindobona oder Karlex) fehlt nicht. Leider gibt es keinen Hersteller, der den ebenfalls dort kurze Zeit verkehrenden VT 137 Bauart Köln herstellt. Das alte Gützold-Modell ist nicht mehr zeitgemäß.

Die Straßenfahrzeuge entstammen zum großen Teil ebenfalls aus der Produktion der ehemaligen DDR (Plastik-Modelle aus Annaberg-Buchholz); ergänzt durch Modelle neuerer Produktion verschiedener Firmen, vor allem Kleinserienherstellern (Plastik- und Metallguss-Modelle). Die typischen Pkw- und LKW-Modelle und andere Nutzfahrzeuge der DDR sind repräsentativ vertreten.

Die Anlage ist durchgehend beleuchtet; fast alle Gebäude und große Teile der Bahnanlagen sind mit den typischen (selbstgebauten) Vorfeldleuchten entsprechend ausgestattet.

Die Landschaftsgestaltung orientiert sich an der Region und ist mittlerweile schon einmal vollständig neu gestaltet. Kiefernbestand dominiert. Viele der neueren „Gewächse“ entstanden im Eigenbau, entweder aus Drahtgerüsten oder unter Verwendung von Naturmaterialien.

 

Beschreibung der wichtigsten Segmente

 

Segment 1: Maschinenfabrik

 

Die Maschinenfabrik überdeckt den 3-gleisigen Kehrtunnel. Er hat einen Gleisanschluss, auf dem ein reger Rangierbetrieb zum Kohlebunker des angeschlossenen Kraftwerks, zur Verladung am Ladekran, zur offenen Gleisrampe und zum Abstellschuppen der Köf verkehrt.

Das Fabrikgebäude ist aus mehreren Bausätzen der Kibri-Fabrik entstanden. Die Wege sind mit den damals typischen Platten aus Beton bedeckt. Der Gleisanschluss führt niveaugleich durch das Gelände. Es finden sich als Szenen die fertig verpackten Maschinen, die Verladeeinrichtung von Containern und großen Paletten, ein Pannen-LKW, ein Gabelstaplerunfall (die SMH ist schon da – SMH hieß die damalige schnelle medizinische Hilfe), Lieferung von Kohle für das Kraftwerk über eine Schüttbühne mit Dachdeckern bei der Arbeit, ein Lagerplatz, die Losung „Auf zu den lichten Höhen des Sozialismus“ neben den Höhenbegrenzungsschild an einer Rohrbrücke, den Bereich der Pforte und eine „Tafel der Besten“. Vor der Pforte lädt der Gasthof die müden Arbeiter zum Abendbier.

 

Segment 3 – Eckteil mit Schaufelradbagger

 

In der Niederlausitz, einem ehemals sumpfigen und waldreichen Gebiet zwischen Spree, Neiße und Elbe, wird seit mehr als 150 Jahren Braunkohle gefördert. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts und im Zuge der zunehmenden Industrialisierung sowie der damit im Zusammenhang stehenden ständig steigenden Nachfrage wurden die ersten Tagebaue zur Förderung von Braunkohle aufgefahren. Aus anfänglich vielen kleineren Gruben, wo zunächst noch untertage Kohle gefördert wurde, entstanden nunmehr großflächig offene Tagebaue. Auch die Technik änderte sich rasant und Tagebaugroßgeräte kamen zum Einsatz: Eimerkettenbagger, Schaufelradbagger und Förderbrücken. Im elektrischen Zugbetrieb wurde Abraum und Kohle transportiert. Später wurden große Bandanlagen installiert, die die Brikettfabriken direkt versorgten. So konnten jährlich mehrere Millionen Tonnen Braunkohle gefördert und verarbeitet werden. Hauptabnehmer waren die Energiewirtschaft und die chemische Industrie. Die ehemalige DDR entwickelte sich zu einem der weltweit größten Braunkohleförderer. In der Niederlausitz existierte ein weitverzweigtes und gut ausgebautes Netz für die Kohlebahn, um Brikettfabriken und Kraftwerke effektiv zu versorgen.

Der Bau von Tagebaugroßgeräten war ressourcenintensiv und zeitaufwendig. Die Idee, nach Auslauf eines Tagebaus, die Geräte durch Umsetzung an einen neuen Standort weiterhin zu nutzen, war geboren. Seit Anfang der 1970-er Jahre wurden Überlandtransporte von Baggern zwischen verschiedenen Tagebauen organisiert und durchgeführt, die logistische und ingenieurtechnische Spitzenleistungen darstellten; nicht nur Flüsse, auch Straßen und Eisenbahnlinien mussten überquert werden. Es gab mehrere Trassen, auf denen Großgeräte umgeleitet wurden. Leuten bei Cottbus war eine der meist benutzten und diente uns als Vorbild.

So entstand die Idee, die Überquerung einer Eisenbahnstrecke im Modell darzustellen. Unser Vereinsmitglied Peter Holz bastelte schon einige Zeit an einem Schaufelradbaggermodell der Fa. Revell (08813), als wir dieses Thema diskutierten. Ein neues Eckteil im Anschluss an die westliche Bahnhofsausfahrt wurde in den Jahren 2016/2017 mit neuem Motiv – Schaufelradbagger beim Überqueren einer Eisenbahnstrecke - gebaut. Es konnte erstmals auf der LausitzModellbau 2017 in Senftenberg den Besuchern präsentiert werden.

Das Baggermodell ist mit allen Bewegungsfunktionen außer dem Fahren ausgestattet und mit weit über 100 Kleinst-LED beleuchtet. Im Umfeld sind typische Bergbaufahrzeuge positioniert, die an der Trasse arbeiten. Das aufgeschüttete Kiesbett zum Schutz des Untergrundes, wie der bereits überquerten Straße und die bereit liegenden Gummirollen zum Schutz der Bahntrasse sind ebenso dargestellt, wie die staunenden Schaulustigen inklusive der Fotografen.

 

Segment 4a: Dampflok-BW

 

Dieses Teil entstand sehr viel später als die vier Bahnhofsteile, da wir nach einem Umzug über sehr viel mehr Platz verfügten.

Ein 6-ständiger im hinteren Bereich angeschnittener Ringlokschuppen nebst Drehscheibe sichert den reibungslosen Ablauf bei der Restaurierung der Dampfloks auf den Anlagen des Nachbarteils (Entschlackung, Großbekohlung, Kohlelager und Liefergleise). Der Lokschuppen erhielt eine eigene Werkstatt und Schmiede mit entsprechendem Innenleben. Alle Schuppentore sind fernbedient zu öffnen. Innen sorgen moderne Leuchtstoffröhren für Licht. Seitlich steht eine Heizlok, die über den rollfähigen Tender mittels einer Werkslok von der Bekohlung aus versorgt wird. Ein großer und natürlich dampfender stählerner Schornstein auf einem Stahlgestell sichert einen guten Rauchabzug. Neben dem Schuppen hat der Hilfszug seinen Platz. Neben der Heizlok befindet sich die Kantine in einem ausgedienten alten Mitropawaggon. Die (handgeschriebene) Kreidetafel gibt ein Überblick über das Angebot und die damaligen Preise. Es ist Schlachtefest heute. Ein Lager, die Lokleitung und ein imposanter Wasserturm runden die Gestaltung ab.

 

Segment 7: Diesel-BW

 

Der Bahnhof wurde noch später durch dieses Teil ergänzt. Die moderne Traktion ist auch in der Lausitz eingezogen. Vor den schweren Kohlezügen wurden die BR 52 80, die in Senftenberg beheimateten Kohlenstaub-52er, die BR 43 aus Lübbenau und die BR 44 durch neue Dieselloks sukzessive ersetzt. Das erfordert auch entsprechende Veränderungen in der Einsatzstelle des Bahnhofs. Ein 2-ständiger Neubauschuppen wurde erbaut, die Dieseltankstelle mit Lager und Liefergleise errichtet. Gleich neben dem neuen Schuppen finden alte Loks ihren letzten Weg in Einzelteilen in die bereitstehenden Eaos.

Auf der gegenüber den Hauptgleisen befindlichen Kleingartenanlage herrscht reges Treiben. Die alte (auch schon abgerissene und durch einen Neubau ersetzte) Neupetershainer Brücke (Strecke Senftenberg-Cottbus) über die Hauptstrecke lädt zum (damals verbotenen) Fotografieren der ausgedehnten Bahnanlagen ein.

 

Segment 8 –Streckenteil und Segment 9 – Brikettfabrik

 

Das Teil 9 stellt den Bergbaubetrieb in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts dar, der durch viele kleine die Braunkohle verarbeitenden Fabriken geprägt war.

Der Gebäudekomplex der Fabrikanlage wurde im Rohbau 1998 von zwei Freunden unseres Vereins aus Senftenberg, Ingo Florich und Raymond Wokurka, realisiert. Als Vorbild kann die Brikettfabrik „Treuherz I“ bei Klettwitz/NL gesehen werden, auf die wir bei Recherchen gestoßen sind. Sie war bis ins Jahr 1967 in Betrieb. Die Fabrikanlage umfasst alle wesentlichen Produktionsabschnitte, die für eine derartige Anlage typisch sind.

Zunächst als Diorama gedacht, wurde dieses Modell von den beiden Freunden für Ausstellungszwecke zur Verfügung gestellt. Nach entsprechenden Umbauten und Anpassung konnte das Teil erfolgreich auf der „Modell & Hobby 98" in Leipzig einem zahlreichen Publikum vorgestellt werden. Mittlerweile erhielt das Modell eine Beleuchtung und weitere Details und Funktionen, wie z.B. dampfenden Schornsteine und Abzüge oder ein bewegliches Förderrad im Schacht. Wer jemals eine alte Brikettfabrik in Betrieb gesehen hat, weiß, dass diese Fabriken mit einem sehr starken Kohlenstaub- und Dampfausstoß verbunden waren. Die Darstellung dieser Verschmutzung war uns wichtig und sorgt bei den Ausstellungen regelmäßig zu den entsprechenden Bemerkungen der heutigen Zeit (Feinstaubbelastung). Dabei ist es „nur“ der Dampf einer Nebelmaschine, der heute in keiner Disco fehlen darf.

Der Schacht mit seiner Pferdebahn stellt einen zeitlichen Kompromiss dar und zeigt, dass lange Jahre auf diese Weise Kohle für das eigene kleine Kraftwerk durchaus noch im Tiefbau gewonnen wurde.

In beiden Fahrtrichtungen befinden sich Streckenblöcke auf der Hauptstrecke. Das Abholen der Kohlewaggons übernimmt eine Dampfspeicherlok Meininger Bauart. Der nur angedeutete Rohkohletransport erfolgt durch ein s.g. „Grubenkrokodil, EL2“; ein Eigenbaumodell. Es handelt sich um eine Maschine, die Jahrzehnte im Abraumdienst und Kohletransport im Senftenberger Revier zuverlässig ihre Arbeit verrichtete und es auch heute immer noch tut. Das Gehäuse der Lok wurde von Rolf Schnabel, einem befreundeten Modellbahnfreund, vollständig aus Papier gefertigt. Es ist mit zwei Motoren angetrieben und zieht in der Ebene bis zu acht vierachsige Waggons. Die zugehörigen passenden Waggons sind Messingbausätze der Fa. Klunker, die mit weiteren Einzelheiten komplettiert und artgerecht gealtert wurden. Jeder Waggon ist ein Unikat.

Viele typische Szenerien sind auf diesem Teil zu finden, die Inspektion des Betriebsleiters, der Verkauf der Briketts an Kleinabnehmer, der Abtransport per LKW oder die zwischenmenschlichen Beziehungen in der Mittagspause.

 

Das Landschaftsteil 8 stellt das Anschlussgleis für die Brikettfabrik auf Segment 9 dar. Parallel zur Hauptstrecke, im leichten Bogen, verläuft die Zufahrt zur Brikettfabrik. Ein Waldstück und ein kleiner Tümpel, an dem sich Wildtiere tummeln, vervollständigen die Szenerie.

 

Segmente 11-13: Hp Großräschen-Süd

 

Dieser Haltepunkt war vor der Eingemeindung in Großräschen 1946 der Hp Grube Ilse-Bückgen. Ihn gibt es heute nicht mehr. Der Ortsname Bückgen leitet sich vom sorbischen Wort „Bukowka“ ab, was so viel wie „kleine Buche“ bedeutet. In den Jahren von 1980 bis 1991 erfolgte schrittweise die Devastierung des gesamten Stadtteils Großräschen-Süd und die Umsiedlung der rund 4000 Einwohner. Der Ortsteil wurde durch den Tagebau Meuro überbaggert. An seiner Stelle liegt heute der Ilsesee mit angrenzender Marina als Teil des Lausitzer Seenlandes, was an der Hintergrundkulisse dargestellt ist.

Dargestellt ist ein Originalnachbau des Haltepunktes mit den beiden angrenzenden Bahnübergängen, die zur Dürerstraße und zur Straße der Jugend gehörten. Dazu finden sich die originalgetreuen benachbarten Gehöfte nebst Bäumen und Einfriedungen. Leider ist das Teil nur 80 cm tief und ließ keine weiteren Details zu.

 

Segment 14: Autobahn

 

Das Teil ist spiegelbildlich mit dem Fabrikteil 1 und wird mit diesem verschraubt transportiert.

Die Autobahn kaschiert den verdeckten Abzweig in den Schattenbahnhof, der sich unter der gesamten Anlagenlänge erstreckt und in den Blockbetrieb eingebunden ist. Für die Besucher verschwindet der Zug im Tunnelportal, taucht aber nicht am anderen Portal auf. Er durchfährt für die Besucher nicht sichtbar den sich über die gesamte Anlagenlänge erstreckenden Tunnelbereich und taucht erst nach mindestens acht anderen Zügen wieder unter der Autobahn auf. Vor der Tunneleinfahrt befindet sich eine zweigleisige Abzweigstelle, die es erlaubt, auch einen Zug unter Umgehung des Schattenbereichs sofort auf dem Gegengleis erscheinen zu lassen. Das dargestellte Gelände ist der niederlausitzer Heidelandschaft nachempfunden. Die Autobahn ist so wie wir sie alle aus dieser Zeit kennen, einzelne Betonplatten mit Teer vergossen, z.T. gebrochen und versetzt zueinander, Schleudertrauma für die Benutzer inklusive. Der Verkehr ist übersichtlich. Als Trick erweitert ein Spiegel an der Anlagenkante die Autobahn zu einem großen Bogen.

 

 

 

 

Aussichten:

 

Bergbaumotive und Originale werden uns auch weiterhin beschäftigen. So ist aktuell ein neues Teil mit Darstellung eines typischen Braunkohlegroßkraftwerkes um 1970 (Lübbenau, ehemals direkt an der A 13 mit sehr eindrucksvollen Schloten) als Kontrast zur alten Brikettfabrik in Planung …

 

Bildverzeichnis

Bild Nr.

Segment

Beschreibung

1

7

Diesel-BW mit Verladung aus dem Schrottplatz (dahinter), der LKW trägt drehende gelbe Rundumleuchten (drehend!), im Schuppen Leuchtstoffröhren!

2

3

Schaufelradbagger, etwa 1:200, d.h. er müsste mindestens eigentlich doppelt so groß sein

3

2

Auffahrt zur Maschinenfabrik mit Werklok

Hier gut zu sehen die Passstücke der Gleise an den Segmentkanten

4

1

Maschinenfabrik, Lagerplatz

5

1

Maschinenfabrik, Verladung

6

2

Bauernhof neben der Auffahrt zur Fabrik mit Federvieh, Katze und Holzlieferung

7

4a

Ringlokschuppen mit Heizlok rechts (Tender gerade am Bansen) und Gützold 52

8

4

Bekohlung BR 22 Gützold

9

4-6

5 Bahnsteige, Seilzüge der Weichen und beleuchtete drehbare Laternen (Fa. Kluba aus Polen)

Roco 44 mit Ganzzug Zement

Gützold 86 mit Personenzug am Kopfbahnsteig eingetroffen

Kopframpe des Postverteilers

10

6

BHG mit Freilagerfläche und Getreidesilo an der östlichen Bahnhofseinfahrt

Noch sichtbar die doppelte Gleisverbindung der Einfahrt mit je zwei angrenzenden DKW

11

8

Anschlussgleis Brikettfabrik mit Dampfspeicherlok, Tümpel mit Wildtieren, im Hintergrund Fleischmann 43 001 BW Lübbenau vor dem Schüttgutganzzug mit Rohkohle

12

9

Verladung der Brikettfabrik, Waage

13

10

Westansicht Brikettfabrik mit Förderturm

Naturdenkmal am Feldrand, auf dem Grünfutter geschnitten wird

Gützold 118 mit Ganzzug Container

14

13

Roco 50 mit Personenzug am Hp Großräschen Süd mit Empfangsgebäude

Garten mit Wäsche, Kindersandkasten, pendelnder Schaukel, angepflockte Ziegen

15

14

Abzweigstelle und Autobahn in niederlausitzer Heidelandschaft

Gützold 119 und Piko 130 als Doppeltraktion vor Ganzzug Kohlenstaub

Tunnelportal Abfahrt Schattenbahnhof

Personal

 

Von links

Roland Schiese, Peter Holz, Lothar Sickora (Autor), Wulf Prein

 

Hier finden sie eine Diashow zu der HO-Vereinsanlage.

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